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about gogh surround s.m.p. |
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gogh surround musik production gmbh
Knorrpromenade 8 |
Das Studio wurde Mitte der neunziger Jahre als Plattform für die Konzeption und Realisierung von
Audioproduktionen zeitgenössischer Musik und für elektroakustische Experimente gegründet. RequiemImproPunkFilmTanzElektroTheaterPolitMusik von Helmut Oehring Donnerstag, 27. November (Premiere) – Samstag, 29. November 2008 20:00 Uhr | Festspielhaus Hellerau | Großer Saal
Regie: Helmut Oehring und Stefanie Wördemann Audioproduktion: Torsten Ottersberg / GOGH-surround music prod. Grafik, Film, Installationen: Hagen Klennert Stimme, Performance: Maria Lucchese Stimme, Kontrabass, Performance: Matthias Bauer E-Gitarre, Live-Elektronik: Jörg Wilkendorf Spanische Gitarre, Western-Hybridgitarre, Fretless Gitarre, Banjo: Daniel Göritz Don Quixote reitet durch La Mancha. Hart ins Gesicht weht ihm der Wind eines neuen Zeitalters. Heftig rotieren die Flügel der Windmühlen, gegen die er ankämpft. Als letzter Ritter eines letzten Ritterromans, als mittelalterlicher Held des Renaissance-Dichters Miguel de Cervantes will Don Quixote bewahren, was längst verloren ist. Denn die neue Zeit folgt neuen Gesetzen. Und wehe dem, der ihnen nicht folgen kann oder will. Der stürzt so lange, bis er nicht mehr aufsteht. Und wird zum Gespött seiner Zeitgenossen und der Leser folgender Generationen. Ein Ritter von der traurigen Gestalt. Zerbrechlich und zerbrochen. Je älter sie aber wird die neue Zeit, je größer die Krisen werden und die Katastrophen, desto mehr verwandelt sich der Blick auf Don Quixote: Keine hoffnungslose Witzfigur ist er mehr. Kein Irrer, der in Windmühlen Riesen wittert und in Nutten Prinzessinen. Sondern ein Mensch, der kämpft für seinen Glauben an Werte, die viel älter sind als er und viel länger währen als seine eigene mickrige Lebenszeit: Freiheit, Schönheit, Liebe, Ehre, menschliche Gemeinschaft. Und dafür scheint es sich zu lohnen, immer wieder aus dem Sattel zu rutschen und sich dennoch immer wieder aufzurappeln. Widerstand zu leisten, bis die Kräfte schwinden. Bis in den Tod. 1937, als die moderne Zeit nach einigen Jahrhunderten Umdrehung zurast auf ihre bisher größte Katastrophe, fährt ein junger Mann in die La Mancha. Zusammengedrängt auf einem Lastwagen mit anderen gleich oder ähnlich Gesinnten. Wie sie alle will er in Spanien kämpfen für die Freiheit, gegen die Faschisten. „Hier bin ich am rechten Platz, hier in der Landschaft des Don Quixote“ – mit den Worten eines befreundeten Widerstandskämpfers macht er sich Mut. In Helmut Oehrings QUIXOTE oder Die Porzellanlanze kreuzen sich die Wege vieler realer und fiktiver Gestalten: Cervantes und Peter Weiss, Dulcinea und Don Quixote, Joan Baez und Bob Dylan, Miguell de Fuenllana und Jimi Hendrix. Kontrabass und Stimme, Spanische Gitarre und E-Gitarre, Pop und Politik, Performance und Film werden zu Weggefährten. Sie erinnern sich gemeinsam und blicken voraus. Sie leisten Widerstand und werden zermalmt. Sie suchen und finden, verlieren und versuchen es erneut. Vier Musiker und Performer folgen Oehrings Partitur aus Timelines, Kompositionen, Improvisationsfeldern, Texten, Sounds und Visuals: Koordinaten eines ästhetisch-poltischen Rotationsfeldes. Quelle: [www.festspielhaushellerau.de/] |